ERSTE WELLEN · SURFWISSEN · CA. 8 MINUTEN

Dein erster Surftag: Was dich beim Surfkurs erwartet

Surfanfänger stehen mit ihren Surfboards am Strand und schauen auf die Wellen.

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Das Surfboard unter dem Arm, die Füße im Sand und vor dir das Meer. Dein erster Surftag steht an. Vielleicht bist du voller Vorfreude. Vielleicht auch ein bisschen nervös. Beides gehört dazu.

Du musst weder besonders sportlich sein noch wissen, wie du auf einem Surfboard stehst. Genau dafür ist dein erster Surfkurs da: Du lernst die Grundlagen, machst dich mit dem Meer vertraut und probierst deine ersten Wellen aus.

Und keine Sorge: Du musst am Ende nicht auf dem Board stehen, damit dein erster Surftag ein Erfolg wird.

In diesem Artikel

Wie läuft dein erster Surfkurs ab?

Ein Surfkurs für Anfänger beginnt normalerweise mit einer Einführung am Strand. Du lernst dein Board kennen, übst die wichtigsten Bewegungen an Land und gehst anschließend mit deinem Surfcoach ins Wasser.

Wie viel Zeit du dabei im Wasser verbringst, hängt vom Kurs und den Bedingungen ab.

1. Surfboard kennenlernen und das Meer verstehen

Für deine ersten Versuche bekommst du häufig ein Softboard. Das ist ein Surfboard mit einer weicheren Oberfläche, das durch seine Größe und sein Volumen den Einstieg erleichtert.

Dein Surfcoach zeigt dir, wie du sicher mit dem Board umgehst. Gemeinsam schaut ihr euch außerdem das Meer an:

  • Wo brechen die Wellen?
  • Welcher Bereich eignet sich zum Üben?
  • Gibt es Strömungen oder andere Gefahren?
  • Wie hältst du Abstand zu anderen Surfern?

Denn Surfen lernen bedeutet nicht nur, auf einem Brett zu stehen. Du lernst auch, das Meer besser einzuschätzen.

2. Die ersten Bewegungen im Sand üben

Bevor du deine erste Welle erwischst, probierst du die grundlegenden Bewegungen an Land aus.

Du lernst, wie du mittig auf dem Board liegst, paddelst und vom Liegen ins Stehen kommst. Diese Aufstehbewegung heißt Take-off.

Surfanfänger übt den Take-off auf einem Softboard am Strand.

Beim Take-off übst du, kontrolliert vom Liegen ins Stehen zu kommen – zunächst ganz ohne Wellen.

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Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell aufzuspringen. Viel wichtiger ist, dass du die Bewegung verstehst und kontrolliert ausführst.

Dein erster Take-off-Tipp: Schau beim Aufstehen dorthin, wo du hinfahren möchtest, statt auf deine Füße. Dein Blick hilft dir, dich auszurichten und das Gleichgewicht zu halten.

3. Ab ins Wasser: Deine ersten Wellen

Jetzt wird es spannend.

Je nach Bedingungen geht es in einen geeigneten Übungsbereich. Häufig beginnen Surfanfänger im Weißwasser. So heißt das schäumende Wasser einer bereits gebrochenen Welle.

Hier bekommst du ein erstes Gefühl dafür, wie eine Welle dein Board anschiebt.

Vielleicht gleitest du zunächst auf dem Bauch über das Wasser. Vielleicht gelingt dir sogar schon dein erster Take-off. Und wahrscheinlich landest du zwischendurch auch mal im Wasser.

Alles ganz normal.

Dein erstes Ziel ist nicht, perfekt zu surfen. Sondern dein Board, die Wellen und deine Bewegungen besser kennenzulernen.

4. Ausprobieren, Feedback bekommen und weiterlernen

Nicht jeder Versuch wird funktionieren. Vielleicht taucht deine Boardspitze ins Wasser oder du verlierst beim Aufstehen das Gleichgewicht.

Genau dafür ist dein Surfcoach da.

Du bekommst Feedback und kannst beim nächsten Versuch gezielt etwas verändern.

Ein Tipp: Konzentriere dich immer nur auf eine Sache. Wenn du gleichzeitig an deine Füße, Arme, Blickrichtung und Körperhaltung denkst, wird es schnell kompliziert.

Eine kleine Verbesserung pro Welle reicht völlig.

Und stell ruhig Fragen. Auch wenn du eine Übung noch einmal erklärt bekommen möchtest, dich unsicher fühlst oder eine Pause brauchst, sag Bescheid.

Du musst beim ersten Mal nichts beweisen.

Was du für deinen ersten Surftag brauchst

Eine eigene Surfausrüstung musst du normalerweise nicht kaufen. Surfboard und gegebenenfalls Neoprenanzug werden bei vielen Anfängerkursen gestellt. Frag am besten vorher nach, was enthalten ist.

Deine Packliste für den ersten Surfkurs

  • Badekleidung für unter den Neoprenanzug oder zum Surfen
  • Handtuch und trockene Kleidung
  • Wasserfester Sonnenschutz
  • Trinkwasser
  • Kleiner Snack für danach
  • Ein bisschen Geduld mit dir selbst

Muss ich für meinen ersten Surfkurs sportlich sein?

Du brauchst keine besondere Fitness und musst vorher keinen Boardsport gemacht haben.

Allerdings kann Surfen ziemlich anstrengend sein. Paddeln, Aufstehen und das Bewegen im Wasser beanspruchen Muskeln, die du im Alltag vielleicht weniger nutzt.

Mach deshalb Pausen, wenn du sie brauchst.

Wichtig: Schwimmen können solltest du. Wenn du dich im Wasser unsicher fühlst oder gesundheitliche Einschränkungen hast, sprich das vor dem Kurs an. So lässt sich klären, ob eine Teilnahme für dich geeignet ist.

Sicher surfen: Die wichtigsten Regeln für Anfänger

Auch kleine Wellen solltest du nicht unterschätzen. Mit ein paar einfachen Regeln kannst du viele Risiken vermeiden:

  • Bleib im Übungsbereich. Dein Surfcoach zeigt dir, wo du unter den aktuellen Bedingungen sicherer üben kannst.
  • Halte Abstand. Auch ein weiches Anfängerboard kann andere Menschen verletzen.
  • Schütze beim Fallen deinen Kopf. Spring möglichst seitlich vom Board weg und tauche nicht kopfüber ins unbekannte Wasser. Schütze deinen Kopf auch beim Auftauchen.
  • Halte dein Board nicht vor deinen Körper, wenn eine Welle kommt. Sie könnte es gegen dich drücken.
  • Hör auf deinen Surfcoach. Besonders wenn sich Wellen oder Strömungen verändern.

Wenn du erschöpft bist oder dich unwohl fühlst, gib deinem Surfcoach Bescheid und mach eine Pause.

Sicherheit gehört beim Surfen genauso dazu wie der Spaß an den Wellen.

Und wenn du an deinem ersten Surftag nicht aufstehst?

Dann hattest du trotzdem deinen ersten Surftag.

Vielleicht hast du gelernt, dein Board besser auszubalancieren. Vielleicht hast du zum ersten Mal gespürt, wie eine Welle dich anschiebt. Oder du weißt jetzt, worauf du beim nächsten Take-off achten möchtest.

Das sind echte Fortschritte.

Surfanfänger gleitet bei seinem ersten Surfkurs auf einer Weißwasserwelle.

Auch im Liegen eine Welle zu erwischen, ist ein Erfolg. Du spürst zum ersten Mal, wie die Welle dein Board anschiebt.

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Manchmal gelingt das Aufstehen schon in der ersten Surfstunde. Manchmal dauert es mehrere Sessions. Beides ist völlig in Ordnung.

Vergleiche dich deshalb nicht mit den anderen im Kurs. Jeder lernt in seinem eigenen Tempo.

Und dieses erste kurze Gleiten über das Wasser kann sich auch im Liegen schon ziemlich gut anfühlen.

Häufige Fragen zum ersten Surftag

Wie lange dauert die erste Surfstunde?

Das hängt vom Anbieter und vom gebuchten Kurs ab. Zur Surfstunde gehören normalerweise eine Einführung am Strand, Übungen an Land und die Praxis im Wasser. Frag vorher nach der Gesamtdauer und der geplanten Wasserzeit.

Kann ich beim ersten Surfkurs schon auf dem Board stehen?

Ja, das ist möglich. Manche Anfänger schaffen ihren ersten Take-off bereits in der ersten Stunde, andere brauchen mehrere Sessions. Entscheidend ist, dass du ein Gefühl für Board und Wellen entwickelst.

Brauche ich für meinen ersten Surfkurs eine gute Kondition?

Nein, besondere Fitness ist nicht erforderlich. Surfen ist allerdings körperlich anstrengend. Du solltest schwimmen können und deinem Surfcoach sagen, wenn du eine Pause brauchst oder dich im Wasser unsicher fühlst.

Was passiert, wenn ich Angst vor den Wellen habe?

Sprich mit deinem Surfcoach darüber. Du kannst dir Übungen erneut erklären lassen, eine Welle auslassen oder eine Pause machen. Du musst nichts erzwingen.

Kann ich auch ohne Surferfahrung an einem Surfkurs teilnehmen?

Ja. Anfängerkurse sind genau dafür gedacht. Du lernst den Umgang mit dem Surfboard, die grundlegenden Bewegungen und die wichtigsten Sicherheitsregeln von Anfang an.

Dein erster Surftag darf einfach der Anfang sein

Vielleicht stehst du am Ende deiner ersten Surfstunde auf dem Board. Vielleicht gleitest du auf dem Bauch durch das Weißwasser und kommst mit einem breiten Grinsen zurück an den Strand.

Beides kann sich ziemlich gut anfühlen.

Surfen braucht Übung, Geduld und manchmal ein paar ungeplante Abgänge ins Wasser.

Dein erster Surftag muss nicht perfekt werden.

Und wer weiß: Vielleicht ist es genau dieses erste kurze Gleiten, das dich schon auf die nächste Welle freuen lässt.

Deine ersten Wellen. In deinem Tempo.

Du möchtest deinen ersten Surftag mit persönlicher Begleitung erleben? Schreib Julian, wann du auf Fuerteventura bist und was du dir für deine erste Session wünschst. Gemeinsam klärt ihr, welches Coaching zu dir passt.